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FUGE

Innovatio Sozialpreis für FUGE
Kooperationsprojekt von Krankenpflegevereinen und SOFA in Berlin ausgezeichnet

Das Projekt FUGE, in dem die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Krankenpflegevereine in Esslingen mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst für Alte Menschen (SOFA) des Landkreises kooperiert, ist mit dem Innovatio Sozialpreis 2009 für caritatives und soziales Handeln ausgezeichnet worden. FUGE (Freiwillige unterstützen gerontopsychiatrisch erkrankte Esslingerinnen und Esslinger) ist ein Besuchsdienst für psychisch erkrankte ältere Menschen. Aus 86 Bewerbungen aus ganz Deutschland hatte die Jury neun Finalisten ausgewählt. FUGE wurde mit einem von acht Anerkennungspreisen ausgezeichnet, die mit je 1000 Euro dotiert sind. "Wir freuen uns riesig über den Preis, weil er nicht nur Anerkennung unserer Arbeit bedeutet, sondern unser Anliegen dadurch auch stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Das ist wichtiger als das Preisgeld", sagt Einsatzleiterin Barbara Schmid, die in der Auszeichnung auch einen "Qualitätsnachweis" sieht. Gemeinsam mit Hansjörg Schaude von SOFA und Marie Wegst, die von Anfang an ehrenamtlich im Projekt mitarbeitet, konnte sie in Berlin den Preis in Empfang nehmen. "Die Konkurrenz war groß", sagt Barbara Schmid mit Blick auf die vielfältigen und hochkarätigen Projekte, die Bewerbungen eingereicht hatten.

Der ökumenische Innovatio Sozialpreis prämiert Projekte, die Antworten auf aktuelle soziale Fragen geben. Er wurde zum siebten Mal von den Versicherern im Raum der Kirchen Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge gestiftet und vom evangelischen Magazin Chrismon gefördert.

Das Projekt FUGE wurde 2005 ins Leben gerufen, weil man erkannt hatte, dass der reguläre Besuchsdienst, wie ihn die Krankenpflegevereine in Esslingen seit Jahren leisten, bei älteren Menschen, die an Demenz, Depressionen, Sucht oder Angststörungen leiden, an seine Grenzen stößt. Erstmals kooperieren die Krankenpflegevereine mit SOFA. Während die Krankenpflegevereine ihre Erfahrungen aus den Besuchsdiensten und in der Begleitung ehrenamtlicher Mitarbeiter einbringen, steuert SOFA sein Knowhow im psychiatrischen Bereich bei. 13 speziell geschulte Ehrenamtliche engagieren sich derzeit bei FUGE. Sie sind regelmäßig in Kontakt mit 16 älteren Menschen mit dem Ziel, deren Einsamkeit zu lindern. Anders als die professionellen Helfer von SOFA können sich Ehrenamtliche mit mehr Zeit und Kreativität einbringen, ganz individuell zugeschnitten auf den Menschen, den sie besuchen. Auch wenn ehrenamtliche Mitarbeiter sich nach einiger Zeit wieder anderen Aufgaben zuwenden, fänden immer wieder neue Ehrenamtliche den Weg ins Projekt, freut sich Barbara Schmid. Anfängliche Skeptiker, die Zweifel hegten, ob die Kooperation mit dem Landkreis gelingen werde, sind längst überzeugt. "Das Konzept funktioniert. Wir haben uns auch um den Preis beworben, weil wir Mut machen wollen, über den Tellerrand zu blicken und sich gemeinsam mit anderen Einrichtungen zu engagieren", betont Barbara Schmid. Das Preisgeld werde für die Finanzierung der hoch qualifizierten Fortbildung der haupt- und ehrenamtlich Engagierten und für die Weiterentwicklung der Konzeption eingesetzt. www.ev-kirche-esslingen.de



Foto: Barbara Schmid, Marie Wegst und Hansjörg Schaude bei der Präsentation von FUGE in Berlin
 

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